Titelbild/ ©: Julian Huke

Frankfurt, 13. Juni 2026 – Rund zehn Jahre nach ihrer ersten Stadionshow sind die Ehrlich Brothers in den Deutsche Bank Park zurückgekehrt – und haben gleich drei Weltrekorde mitgenommen. Mit „No Limits“ füllten Andreas und Chris Ehrlich am Samstagabend zum dritten Mal ein Fußballstadion mit einer eigens dafür konzipierten Spezial-Show, eine Leistung, die vor ihnen kein Magier geschafft hat. Die Ankündigungen waren groß – und bis auf ein, zwei kleinere Patzer im Ablauf haben die beiden nicht zu viel versprochen.

Rekord 1 – Die meisten Zuschauer bei einer Zaubershow.

©: Ralph Larmann

41.326 Menschen sahen die Show live im Stadion. Damit überboten die Ehrlich Brothers ihre eigene Bestmarke von 40.211 Zuschauern, die sie 2019 mit „Flash“ in Düsseldorf aufgestellt hatten.

Rekord 2 – Das größte je gebaute Requisit einer Bühnenillusion.

©: Felix Gelijk

Herzstück ist der neue KI-Roboter Titan: Ein Sportwagen verwandelt sich auf der Bühne in einen 8,17 Meter hohen und 17,7 Tonnen schweren Giganten. Inszeniert wird das als Geschenk eines neidischen Magiers aus Las Vegas, dem wegen der Ehrlich Brothers die Zuschauer wegblieben – und der Chris ausgerechnet ein sprechendes Auto schenkt. Andreas misstraut der Sache zu Recht: Das Auto formiert sich zu Titan und spießt beide Brüder auf. Erst indem sie die Zeit zurückdrehen, befreien sie sich, stellen dem Roboter eine Falle und zwingen ihn zurück in seinen Container – der schließlich in die Höhe fährt und, mit der „Mithilfe“ des gesamten Stadions, in der Luft zerdrückt wird. Gut gegen Böse, am Ende siegen die Magier.

©: Felix Gelijk
©: Felix Gelijk

Rekord 3 – Das längste geknüpfte Freundschaftsband der Welt.

Diesen Rekord verdanken Andreas und Chris ihren Fans: 12,68 Kilometer misst das Band, das die Anhänger im Vorfeld zusammengetragen hatten.

Weltpremieren und Nervenkitzel

Zum Auftakt meldeten sich die Brüder vom Mond und landeten in Raumanzügen mit Raketenrucksäcken auf der Bühne – ein Erlebnis für die ganze Familie. Gefährlich wurde es, als Andreas von einer riesigen Jet-Turbine eingesogen wurde. Den Atem anhalten ließ auch ein Duell, das die beiden zum ersten Mal gegeneinander austrugen: Wer befreit sich schneller, in 20 Metern Höhe kopfüber an brennenden Seilen hängend, aus einer Zwangsjacke? Chris gewann denkbar knapp – 36,14 zu 36,22 Sekunden.

Eine Produktion der Superlative.

Hinter der Show steckt eine technische Dimension, die selbst für eine Stadionproduktion außergewöhnlich ist. 93 voll beladene 40-Tonner und 38 Sprinter brachten das Equipment nach Frankfurt, insgesamt wurden 7.865 Cases ausgeladen. Eine 450-köpfige Crew brauchte acht Tage, um Bühne und Stadion spielfertig zu machen.

Im Einsatz waren unter anderem 153 Flammen-FX-Geräte, 1.620 Pyro-Effekte, 18 Funkengeneratoren, 20 Hochdruck-Nebelmaschinen und 163 Kilogramm Konfetti. 225 Kettenzüge – zusammen 6.750 laufende Meter Kette – bewegten Bühnen- und Lichtelemente millimetergenau. Die Stromversorgung lag bei 7.000 Ampere, davon allein 280 Ampere für Titan; das entspricht dem Parallelbetrieb von sieben Hausanschlüssen. Mehr als 2.000 computergesteuerte Scheinwerfer mit insgesamt drei Millionen Watt setzten die Illusionen in Szene, dazu 220 Lautsprecher und über 70 Mikrofone. Auf 2.137 Quadratmetern LED-Fläche sorgten 88.804.352 Pixel dafür, dass jeder im Stadion alles sah.

„No Limits“ wurde mit 56 Kameras für die Fernsehausstrahlung aufgezeichnet – mehr als beim ESC, übertroffen nur vom Super Bowl. Im Einsatz waren unter anderem drei Kameradrohnen, zwei Slowmotion-Kameras und eine Spidercam, die quer durchs Stadion flog. Ausgestrahlt wird die Show im Herbst 2026.

Danach geht es weiter: Ab November 2026 sind die Ehrlich Brothers mit ihrer brandneuen Show „Wonderworld“ auf Tour – Weltpremiere ist am 29. November in der Barclays Arena Hamburg, weitere Shows folgen im April 2027. Auch in „Wonderworld“ werden mehrere Illusionen aus „No Limits“ zu sehen sein, darunter Titan. Der Veranstalter verspricht eine Reise vom Kosmos bis in die Tiefsee, eine gewaltige Unterwasserwelt und – passend zur Stadion-Atmosphäre – die größte Popcorn-Maschine der Welt.

©: Felix Gelijk
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